Change Management wird zum Dauerprozess!
Die Kurssteigerung des Schweizer Frankens in Relation zu den Hauptwährungen Euro und Dollar drückt auf die Exporte. Dennoch können sich die Schweizer Exportfirmen mit ihren Waren und Dienstleistungen auf den Auslandsmärkten erstaunlich gut behaupten. Fraglich ist nur, welche Margen sie erzielen.
Diese Situation erfordert bei den betroffenen Unternehmen laufend Anpassungen. Change Management wird zum Dauerprozess. Innovativer, kundenfreundlicher, schneller, kostengünstiger sind die aktuellen Schlagworte. Sie stehen für die riesigen Herausforderungen, die heute bewältigt werden müssen. Dabei spielen Kommunikation und Gruppendynamik eine grosse Rolle.
Wie setzen wir unter den aktuellen Rahmenbedingungen unsere Ziele um?
Zu erfolgreichen Change-Prozessen gehört auch, dass die Mitarbeitenden diese mittragen. Unumstritten ist die Tatsache, dass die Innovationskraft von Unternehmen durch die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden bestimmt wird. Spitzenleistungen sind nur mit kreativen, kooperativen und selbstbewussten Menschen zu erreichen.
Um eine Strategie zu implementieren, reicht es aber nicht aus, Führungskräften (und Mitarbeitern) mitzuteilen, wohin die Reise geht und was sie auf dem Weg zu tun haben. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, sie aktiv in die Umsetzung der Strategie einzubeziehen und mit ihnen gemeinsam das Zielbild für ihren jeweiligen Verantwortungsbereich zu übersetzen und zu konkretisieren. Denn die beste Strategie wird zur Makulatur, wenn es nicht gelingt, all die retardierenden Haltungen zu überwinden.
Kunden, die beispielsweise das Führungsinstrument „Balanced Scorecard“ anwenden, operieren wesentlich erfolgreicher als andere ohne BSC. Denn der Prozess des BSC-Aufbaus basiert auf intensiver Diskussion, auf dem Einbezug aller relevanten Funktionsträger bzw. Mitarbeitenden. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die gemeinsam formulierten Ziele auch gemeinsam mitgetragen werden. Das Engagement für die Unternehmensziele steigt ebenso wie die Toleranz gegenüber Veränderungen.
Welche Erfahrungen machen, machten Sie? Wie reagieren Sie auf die aktuellen Rahmenbedingungen? Wie stellen Sie sich zu unserer Aussage?
Arnold Kappler. Dr.oec.HSG
Luzern, 6. Januar 2011




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